Einladung zum Schulquiz 2020

Auch in diesem Jahr wird die schöne Tradition mit dem Schulquiz von Tobias Brandt und Reinhard Forst weitergeführt. Auch wir Ehemalige sollen wieder verstärkt angesprochen und mit einbezogen werden. Denn in den letzten Jahren haben wir erste Erfolge erzielt und schon Ehemalige gewonnen, die auch fast alle auf den vorderen Plätzen gelandet sind! Wenn Ihr Interesse habt, schickt einfach eine Mail an
info@amoeneburgia.de
und Ihr bekommt dann in der Weihnachtszeit ein Exemplar von den beiden für 2020 zugeschickt. Die Startgebühr von 2,- € wird nicht erhoben. Sollte einer von uns gewinnen oder auf den Bargeld-Rängen platziert sein, werden die zwei Euro einfach vom Preisgeld abgezogen. Diese Vorgehensweise erscheint logistisch am einfachsten…

Ein Beispiel aus dem letzten Jahr
(nicht) iron maiden (Der Name dieses Unternehmens ist mit dem gesuchten direkt verwandt)
Eine bis heute unübertroffene Ausdauerleistung feierte in diesem Jahr Jubiläum: es ging um die Verwirklichung eines uralten Menschheitstraums. Dazu musste man die bisherige Bestleistung um das Dreifache übertreffen. Nach dreijähriger Vorbereitung an einem weltweit bekannten Institut blieb zwei Athleten das Nachsehen. Sie konnten die berechnete Leistung nicht erbringen. Die übrigen vier warten in einem zwei Tage andauernden Rhythmus auf günstige äußere Bedingungen, ohne die das Unter-nehmen gänzlich aussichtlos gewesen wäre. Dass den Traum dann ausgerechnet ein Grieche verwirklichen konnte, verleiht dem Rekord eine besondere Note. Auch das drohende Scheitern unmittelbar vor dem Ziel passt ins Bild.
-> wie heißen die Männer ohne Ruhm und Ehre?

Lösung:
Ein uralter Menschheitstraum ist das Fliegen. Viele Menschen fliegen im Traum. In der griechischen Mythologie entkamen der berühmte Baumeister und Erfinder Daidalos und sein Ikaros von Knossos aus dem Herrscher Kretas, indem sie Flügel benutzten, die Daidalos angefertigt hatte. In der Renaissance hatte man über Flugapparate nachgedacht, die man selbst in Bewegung setzen könnte. Dabei spielten die Arme, umgestaltet zu Flügeln, in der Vorstellung die wichtigste Rolle. Dreißig Jahre vor unserer Fragestellung wurde ein Weltrekord aufgestellt, der jetzt noch Bestand hat. In Wirklichkeit sind es drei Weltrekorde: Die weiteste Strecke nur mit menschlicher Kraft in gerader Richtung zu fliegen, die längste Strecke zu fliegen und sich die längste Zeit in der Luft zu halten. In den Jahren 1986 bis 1988 baute das Massachusetts Institute of Technology drei Leichtflugzeuge mit den Namen Daedalus I, II und III. Es waren nicht die ersten Versuche, mit einem Pedalantrieb einen Propeller in Bewegung zu setzen. Bryan Allen hatte mit einem pedalangetriebenen Flugzeug am 2.7.1979 den Ärmelkanal überquert und für die 35,8 km lange Strecke 2 Stunden 49 Minuten benötigt. Mit der Daedalus III sollte nun dieser Rekord gebrochen werden. Nur wenige Sportler mit Radsporterfahrung standen für diesen Rekordversuch bereit, darunter ein mehrfacher griechischer Meister und Olympiateilnehmer, Kanellos Kanellopoulos.


Dieses Foto verdeutlicht die ungeheuren Anforderungen des Projekts: nur 32 kg Leergewicht bei einer Flügelspannweite von 34 m! (http://web.mit.edu/drela/Public/web/hpa/SG_HPAG_daedalus.pdf)

Sie hatten die erforderlichen Leistungsvoraussetzungen für den Rekordversuch erbracht. In Erinnerung an den mythischen Fluggeräteerfinder Daidalos wartete man auf eine günstige Gelegenheit, um von Herakleion auf Kreta, in unmittelbarer Nähe von Knossos, einen Flugversuch zu starten. Ziel sollte die nördlich von Kreta gelegene Insel Thera sein, in den meisten Ländern unter dem späteren Namen Santorin / Santorini (nach einer Kapelle der hl. Irene) bekannt. Dass günstige Wetterbedingungen eintrafen, als Kanellos Kanellopoulos an der Reihe war, mag man als Hommage des Schicksals gegenüber dem berühmten griechischen Baumeister und dem Daedalus Project ansehen. Man hoffte, in 5 Stunden die 115 km entfernte Landestelle auf Santorin / Thera erreichen zu können. 5 bis 10 m über der Meeresoberfläche radelte und flog Kanellopoulos nach Norden, begleitet von Booten der griechischen Marine (Im Internet kann man Teile des Fluges verfolgen). Am schwarzen Vulkanstrand von Perissa, unterhalb der antiken Siedlung auf dem Mesa Vunó, warteten Menschen auf seine Ankunft. Mit farbigem Rauch wurde ihm die Windrichtung des nun in Küstennähe stärker gewordenen Winds angezeigt. Kanellopoulos drehte gegen den Wind. Kurz vor dem Strand erfasste ihn eine Bö und knickte den rechten Flügel ab. Kanellopoulos wurde nicht verletzt. Das Schicksal von Ikaros blieb ihm erspart. Er schwamm an den Strand. Wegen des günstigen Windes hatte er eine Stunde weniger als gedacht für die Strecke gebraucht.

Die Piloten: Greg Zack, Francis Scioscoa, Glenn Tremml, Erik Schmidt und Kanellos Kanellopoulos

Der erschöpfte Kanellopoulos; hinten in der Mitte: Glenn Tremml, vorne rechts: Francis Scioscia (http://dari.shalon.org/index_files/Daedalus.pdf) Der Hinweis (nicht)

iron maiden sollte einerseits auf die Rockgruppe „Iron Maiden“ hinweisen, die den Daedalus und Icarus zum Thema eines Songs machten; andererseits bezieht sich der Hinweis auf den Einsatz von Stäben aus Kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff und hochdruckfestem Polymer- schaum. Die Haut der Flügel bestand aus Mylar.
Doch wie hießen nun die anderen Piloten, denen der Ruhm dieses Weltrekords vorenthalten blieb? Es waren Greg Zack, Francis Scioscia, Glen Tremml und Erik Schmidt. Wir hatten gedacht, eine sichere Quelle dafür zu haben, dass einer der abgebildeten und genannten Piloten (Glen Tremml) am entscheidenden Tag aus Fitnessgründen nicht zur Verfügung stand. Da es dafür aber keinen weiteren Beleg gab, gelten natürlich alle Lösungen, die drei der vier Genannten präsentieren. Kanellos Kanellopoulos lebt heute als Rentner zufrieden und bescheiden in seinem Geburtsort Vrachneika (nicht Uhraneika, wie die New York Times schrieb) im Nordwesten der Peloponnes.